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Sprachlicher Seiltanz auf Altglas oder sprachlich gestärkt in Verhandlungen gehen

Sie kennen es. Ihnen ist vor den Verhandlungen mulmig zu Mute. Es gab schon im Vorfeld kleinere sprachliche Hürden und jetzt die ganzen Verhandlungen auf Englisch zu führen, das klingt nicht so verlockend. Oft sind kleinste sprachliche Nuancen für den Erfolg oder Misserfolg ausschlaggebend. Können Sie sich wirklich so in der Fremdsprache ausdrücken wie Sie das gerne möchten?

„Oft geht bled“, würden die Kärntner sagen.

 

Damit genau das nicht passiert, und Ihre Verhandlungen nicht in einem Haufen zerbrochenem Altglas (auch Scherbenhaufen genannt) enden, gibt es Fachleute, die Sie unterstützen. Was gilt es aber zu beachten?

Besonders wichtig ist, dass der Dolmetscher fachliche Expertise mitbringt. Er muss über fundiertes Wissen und Erfahrung im Geschäftsbereich verfügen und auch die Thematik gut kennen. Für Dolmetschungen zu technischen Themen eignen sich Dolmetscher, die überwiegend am politischen Parkett zu Hause sind, nur bedingt. Besonders beim Thema Engineering ist es wichtig, dass der Dolmetscher technikaffin ist und technisches Verständnis mitbringt. Wenn dieses nicht vorhanden ist, dann kann man einem Dolmetscher auch noch so viel erklären, er wird es leider nicht verstehen, weil ihm das nötige Vorwissen fehlt.

Was ist also bei der Wahl des Dolmetschers zu beachten?

Nehmen Sie keine zweisprachigen Sekretärinnen, Sales Manager etc. Die Leute sind toll auf ihrem Gebiet, aber nicht für die komplexe, nuancierte Übertragung zwischen zwei Sprachen und Kulturen unter so stressigen Bedingungen ausgebildet.

  • Suchen Sie gezielt professionelle Dolmetscher, die sich in Ihrer Branche/in Ihrem Gebiet auskennen.
  • Beteiligen Sie Dolmetscher nicht wahllos am Prozess, sondern setzen Sie sie gezielt ein.
  • Machen Sie vorher ein Briefing/Coaching mit dem Dolmetscher, damit er sich vorbereiten und eventuell Fragen stellen kann.

Und ganz wichtig: Schauen Sie vorher, dass die Chemie passt und lassen Sie sich nicht irgendjemanden von einem Übersetzungsbüro schicken. Wer garantiert Ihnen, dass die Person – außer dem akademischen Abschluss – wirklich über die Kompetenzen verfügt, die Sie bei den Verhandlungen benötigen. Genau: niemand.